Ich muss nicht alles verstehen

Es gibt Dinge, die kann, werde und will ich auch nicht verstehen, weil sie mich nicht interessieren oder ich die geballte Informationsflut auch nicht verarbeiten kann. Es gibt wirklich Dinge, wenn davon die Rede ist, verstehe ich nur böhmisch rückwärts und frage mich, wie man da überhaupt noch durchblicken kann.

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Bild von: grytr bei Flickr unter CC BY-SA 2.0

Dies ist vor allem bei vielen technischen Sachen der Fall. Ok, zum einen bin ich eine Frau und bekanntermaßen interessieren wir uns da sehr selten für. Es gibt natürlich ausnahmen, aber ich glaube, es sind nach wie vor mehr die Männer so technikaffin.

Gerade im Computerbereich ist es für mich schwer nachvollziehbar, von was da die Rede. Hardwaretechnisch mag es noch gehen. Ich kenne so im Groben die Zusammensetzung eines Computers und weiß, wofür die meisten Teile gebraucht werden. Genauso ist es bei einem Auto. Allerdings weiß ich auch, dass mein Wissen da wirklich nur an der Oberfläche plätschert. Wenn ich da den Ex meiner Schwägerin sehe, dann kann ich nur noch den Kopf schütteln. Dieser Mann war ein absoluter Computerfreak. Ob es nun um den Zusammenbau eines Computers, das Programmieren diverser Software oder sonstige Spielereien ging – dieser Mann hatte es drauf. Ich glaube, er wusste schon was ein Server ist, als ich froh war, einen Computer allein bedienen und auch einige Fehler selbst beheben zu können.

Heute weiß ich auch was ein Server ist und ich hatte sogar selber mal einen, auch wenn der nicht mit dem Internet verbunden war. Dieser Server war einzig und allein zu meinem Privatvergnügen in meinem Heimnetzwerk integriert, so dass Filme, Bilder und Musik dort gelagert wurden und nicht die Festplatte des Rechners belegten. Wirklich tiefergehend habe ich mich damit nie beschäftigt und werde es auch nicht – denn ich muss nicht alles wissen.

Verschiedene Karten für verschiedene Zwecke

Ich möchte mir einen Kartendrucker für mein Geschäft kaufen, denn ich möchte jetzt zur Weihnachtszeit meine Kunden mit verschiedenen Kartenaktionen überraschen. Ich habe mir überlegt verschiedene Gutscheinkarten, gemessen am Jahresumsatz, zu verteilen.
Ich habe zudem überlegt, generell Gutscheinkarten in meinem Shop zum Verkauf anzubieten. Es ist nicht das erste Mal, dass ich Gutscheinkarten verschenke, aber bisher habe ich die Karten immer bestellt. Durch die Idee Karten auch dauerhaft anzubieten, habe ich mir alles mal durchgerechnet und gedacht, dass ich auf Dauer gesehen Kosten spare, wenn ich zukünftig die Karten selber bedrucke. Natürlich dauert es seine Zeit bis sich der Kartendrucker amortisiert hat, aber ich bin da recht zuversichtlich.

Allerdings weiß ich noch nicht genau, für welche Art von Karten ich mich entscheiden soll. Es gibt Karten mit Rubbelfeld, Karten mit Chip, Karten mit Magnetstreifen und keine Ahnung was alles. Ich weiß im Moment aber nicht, ob jeder Kartendrucker auch jede Karte bedrucken kann. Die Preise für Kartendrucker sind generell nicht gerade billig, aber kann jeder Kartendrucker auch jede Karte bedrucken?

Für dieses Jahr habe ich noch einmal Karten bestellt, denn bevor ich mich nicht gründlich informiert habe, welcher Kartendrucker für mich wirklich geeignet ist und welche Kartenformate vom jeweiligen Kartendrucker unterstützt werden, ist es mir lieber, erst einmal auf Nummer sicher zu setzen und dann in Ruhe zu gucken und mich auch beraten zu lassen.
Das Internet ist ja für Vorabinformationen toll, aber bei einem solchen Kauf möchte ich auf eine persönliche Beratung, und sei es auch erst einmal nur am Telefon, nicht verzichten.

Hausverwaltung ist nicht gleich Hausverwaltung

Immer mehr Vermieter setzen eine Hausverwaltung ein, um mehr Zeit zu haben und ihre Immobilie(n) in guten Händen zu wissen. Die Hausverwaltung kümmert sich um die Belange der Mieter an Vermieter statt und erstellt auch die Nebenkostenabrechnungen etc.
Allerdings ist Hausverwaltung nicht gleich Hausverwaltung. Eine Freundin von mir hat zum Beispiel eine Hausverwaltung erwischt, die es gar nicht interessiert, wenn Mängel am Wohnhaus gemeldet werden. Das Haus wird generell sehr stiefmütterlich behandelt und ist bei uns im Ort auch nicht gerade mit einem positiven Ruf behaftet, aber ich finde es trotzdem schade, dass die Hausverwaltung so reagiert.

9314 Wohnblock in Hamburg Tonndorf - Mehrstöckiges Wohngebäude.
Bild: christoph_bellin bei Flickr unter CC BY-SA 2.0

Aber es gibt natürlich auch Hausverwaltungen, denen ihre Immobilien am Herzen liegen und denen es sehr wichtig ist, dass ihre Mieter zufrieden sind. Eine weitre Freundin von mir arbeitet in einer solchen Hausverwaltung. Sie sagt, es ist zwar oft stressig, weil sie natürlich nicht gerade wenige Immobilien betreuen und manche Mieter nie zufrieden zu stellen sind, aber letztere sind die Ausnahme. Viele Mieter und auch Vermieter sind einfach nur dankbar und freuen sich über die kompetenten Mitarbeiter.

Ich habe auch mal in einer Wohnung gewohnt, für die eine Hausverwaltung zuständig war. Eigentlich war es ziemlich entspannt. Wenn es mal vorkam dass es im Haus oder in der Wohnung ein Problem gab, dann habe ich dort angerufen und innerhalb weniger Tage kam jemand, der dann das Problem behoben hatte. Manche Häuser haben einen speziellen Hausmeister, der dann angesprochen werden kann, aber das war bei uns nicht der Fall. Auch in dem Haus in dem meine Freundin wohnt existiert so etwas nicht. Ich hoffe, dass sie bald eine Wohnung findet, wo sich entweder der Vermieter selbst kümmert oder eine Hausverwaltung zuständig ist, der die Belange ihrer Mieter nicht so unwichtig sind.

Als alleinerziehende Mutter einen Umzug stemmen

Manchmal beneide ich Menschen, die einen großen Kreis von Verwandten und Freunden haben. Ein solcher Moment war, als ich beschlossen habe, mit meinen beiden Kindern vom Stadtzentrum in eine Randlage zu ziehen. Da sah ich das Packen und Vorbereiten der Möbel auf den Transport als einen unüberwindlichen Berg von Arbeit an. Meine Zwillinge waren noch zu klein, um mir dabei helfen zu können. Doch zum Glück bin ich durch Zufall im Internet auf ein Umzugsunternehmen gestoßen, dass einen Full-Service für private Umzüge anbietet.

Die kleinen Sachen wie die gesamte Haushaltswäsche, die Kleidung und das Geschirr habe ich selbst verpackt. Dafür hat mir die Umzugsfirma schöne stabile Kartons geliefert. Sie ließen sich gut stapeln, so dass ich schon lange vor dem eigentlichen Umzugstag mit dem Packen anfangen konnte. Die lange Wand im Flur unserer alten Wohnung war schon eine reichliche Woche vorher bis auf zwei Meter Höhe mit den gepackten Kartons zugestapelt.

Um die Zerlegung meiner Möbel musste ich mich nicht kümmern. Das hätte ich allein auch gar nicht geschafft. Die Mitarbeiter der Umzugsfirma haben meinen großen Schlafzimmerschrank zerlegt, die Anbauwand im Wohnzimmer demontiert und auch die Küche zerlegt. Als ich den Umzug in Auftrag gegeben habe, hat mich die Beraterin gefragt, ob ihre Leute die Möbel auch aufbauen sollen. Logisch, da habe ich sofort zugesagt. Besonders erfreut war ich, als das Angebot kam, dass auch die Küche betriebsbereit wieder aufgebaut werden kann. Da hat alles prima geklappt und so musste ich nur die Kartons auspacken und unseren Hausrat und die Sachen wieder in die Schränke packen, die übrigens beim Transport nicht einen einzigen Kratzer abbekommen haben.

Projekt Firmenumzug

Seit ich bei einem Umzugsunternehmen arbeite habe ich schon eine Menge erlebt. Es ist ein anstrengender Job und man lernt eine Menge Leute kennen. Wir als Umzugshelfer brauchen oft starke Nerven, denn nicht alle Auftraggeber sind freundlich und auch nicht alle Aufträge sind leicht.

Besonders anspruchsvoll wird es, wenn Firmenumzüge anstehen. Dabei muss man sehr viel mehr beachten als bei einem Haushaltsumzug. Oft hat man bei einem Firmenumzug spezielle Sachen, die transportiert werden müssen. Unter Umständen müssen sogar Maschinen transportiert werden – wir hatten wirklich schon einiges, wo selbst wir erst mal beratschlagen mussten – wie kriegen wir das hin?

Bei einem Firmenumzug ist es wichtig, dass die Kommunikation stimmt, denn wir sind ja nur die ausführende Kraft – bei der Vorbereitung muss das Unternehmen viel mitwirken und das klappt nur, wenn der Chef der Firma mitzieht und die dementsprechenden Vorbereitungen trifft. Es ist sehr hilfreich, wenn Firmenchefs fähige Mitarbeiter auswählen, die für Planung und Vorbereitung zuständig sind. Diese Leute sind oft mehr im Geschehen als es Chefs sind – diese können dann weiterhin das große Ganze im Auge behalten und die Leitung der Firma unbehelligt weiter übernehmen.

Ein Umzugsplan kann helfen, diese Tipps geben wir Unternehmen im Vorfeld auch weiter, damit es für alle Beteiligten leichter und stressfreier abläuft. Darauf steht dann zum Beispiel, dass eine frühzeitige Planung und das Festsetzen von Teilzielen dabei hilft Engpässe zu vermeiden, da diese frühzeitig erkannt werden. Ebenfalls sehr wichtig ist es festzulegen, wie viele Tage man sich für den Umzug nehmen will/sollte und wann der Umzug stattfinden soll. Viele Chefs machen es lieber am Wochenende, denn dann ist der Arbeitsausfall in den meisten Fällen nicht gegeben. Ebenfalls sehr sinnvoll ist eine Inventarliste sowie die Kennzeichnung, welches Möbelstück in welches Büro kommt. Mittels Zetteln an den neuen Bürotüren finden wir Möbelpacker dann auch schnell, was wo hinkommt.

Nachhilfe in Werbetechnologie

Ich habe mich ja schon längere Zeit darüber gewundert, wieso ich beim Serven im Internet verstärkt Werbeanzeigen eingeblendet bekam zu Produkten, über die ich mich kurz zuvor informiert hatte.

Genauso erging es mir mit Konzertkarten, nachdem ich auf der Homepage meiner Lieblingsband den Tourplan durchgeschaut und mich über die Preise schlau gemacht hatte. Als ich dann mal wieder mit meinem besten Freund eine abendliche Runde drehte, kamen wir irgendwie auf dieses Thema zu sprechen. Er erklärte mir dann, wie das Procedere in etwa funktioniert. Also es gibt da verschiedene Technologien, die auf den Webseiten platziert werden, zum Beispiel Adserver. Diese Firmen beliefern dann die Werbeflächen auf den Webseiten, in denen sie eingebunden sind. Jeder Anbieter von Produkten oder Dienstleistungen ist schließlich daran interessiert, dass seine Werbung möglichst ohne Streuverlust direkt bei der Zielgruppe landet. Dazu setzt zum Beispiel Adition Technologies Cookies mittels Adservern auf den entsprechenden Seiten, verfolgt mit diesen anonym das Nutzerverhalten und ermittelt dadurch die aktuelle Interessenlage und blendet auf den Folgeseiten dieser entsprechende Werbung ein. Hier wird auch in Echtzeit registriert, wenn der User die Werbung anklickt.

In der systematischen Auswertung erhalten die buchenden Kunden dann einen detaillierten Überblick über den Erfolg ihrer Werbekampagnen, weil sich auch nachvollziehen lässt, wann der User dann auch eine Bestellung ausgelöst hat. Außerdem lässt sich dann auch schnell nachsteuern, wenn die Werbeaussage nachgewiesenermaßen nicht die gewünschte Resonanz findet, also zum Beispiel die Klicks auf die Werbung nicht die gewünschte Größenordnung erreichen. Ich fragte meinen Freund dann, woher er das alles weiß und er grinste nur verschmitzt und sagte mir, dass sie in Firma gerade die Internetwerbung auf diese Weise intensiviert hätten.

Wohin mit den Gartengeräten?

Meine Frau und ich haben uns gedacht dass es schön wäre, einen eigenen Garten zu besitzen, in dem wir vom Arbeitsalltag einfach mal abschalten können. Wir haben uns in unserer Nähe einige Gartenvereine angesehen, uns erklären lassen, welche Voraussetzungen gegeben sein müssen, damit man Mitglied werden kann und was in Punkto Garten von einem verlangt wird. Manche Vereine verlangen, dass man die Parzellen käuflich erwirbt, in anderen kann man mit monatlichen Mietbeiträgen auf „seinem“ Grundstück werkeln und Spaß haben.

 

Wir haben uns lange beraten und haben doch von Anfang an gewusst, für welchen Verein wir uns entscheiden würden. In solchen Dingen sind meine Frau und ich uns sehr ähnlich. Die Parzelle die man uns zuwies lag etwas abseits, so dass wir von dem Hauptgetümmel nicht viel mitbekommen würden. Das war uns auch ganz Recht, denn wir wollten schließlich einen Ruhepol in unserem Leben. Dafür sah man es bei dieser Parzelle mit den Auflagen nicht ganz so eng, so dass wir mehr Rasenfläche als Nutzfläche haben durften.

Als wir den Mietvertrag unterschrieben hatten und das erste Mal offiziell mit unseren Gerätschaften zu unserem Garten zogen und werkelten, war das ein sehr gutes Gefühl. Als es allerdings darum ging, wohin mit den Geräten fiel uns auf, dass wir zwar ein kleinen Wohnbungalow dort stehen hatten, aber der keine Möglichkeit bot, die Gartengeräte zu lagern. Als Übergangslösung quer drin liegen lassen war das Eine, aber eine dauerhafte Lösung war das nicht. Also machten wir uns auf die Suche nach einem Gartenhaus, welches nicht viel Platz wegnehmen würde und doch ein Hingucker war. Wir fanden online einen Anbieter für Designer-Gartenhäuser. Das sind richtig kleine Schmuckstücke und da wir den Garten nichtgekauft hatten, konnten wir unsere Ersparnisse doch dafür nutzen.

Nachdem wir die Maße mit dem dafür vorgesehenen Platz in unserem Garten abgeglichen hatten, stand dem Kauf nichts mehr im Weg. Unser Designer-Gartenhaus kam schon wenige Wochen später und wurde sehr schnell aufgebaut. Es war am selben Tag benutzbar und endlich konnten wir unsere Gartengeräte vernünftig verstauen.

Jobempfehlung

Meine ehemalige Arbeitskollegin musste krankheitsbedingt lange pausieren und ich habe es seinerzeit auch sehr bedauert, dass unser damaliger Chef sie deswegen entlassen musste. Da wir uns aber immer gut verstanden haben, hielt ich den Kontakt zu hier und wir haben uns regelmäßig getroffen. Sie war natürlich geknickt, dass sie den Job verloren hatte, konnte aber auch Verständnis für die Entscheidung unseres Chefs aufbringen. Schließlich konnten die anderen Kollegen nicht ewig ihr Arbeitspensum mit bewältigen und Vertretungslösungen sind auf Dauer auch keine Option. Inzwischen hatte sie sich wieder gut aufgerappelt und würde auch gern wieder arbeiten gehen, zunächst auf einer Teilzeitstelle, um sich nicht gleich wieder der vollen Belastung auszusetzen.

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Bild von:: magazin_versand bei Flickr unter CC BY-SA 2.0

Aber ihre ganzen Bemühungen verliefen bis dahin ins Leere. Das kann schon ganz schon runterziehen und man fängt an, an sich selber zu zweifeln. Aber ich sagte ihr, dass dürfte sie auf keinen Fall tun. Nach welchen Kriterien die Firmen ihre Mitarbeiter auswählen ist einfach oft nicht nachvollziehbar. Schließlich kenne ich so einen Bewerbungsmarathon auch aus eigener Erfahrung, bis es dann mit meiner jetzigen Stelle geklappt hat, die sich aber aufgrund einer persönlichen Empfehlung ergeben hat.

Zufällig wußte ich, dass ein alter Schulfreund für seine Immobilienfirma gerade eine Teilzeitkraft suchte, weil eine Kollegin wegen der Kinder kürzer treten wollte. Also fragte ich meine Ex-Arbeitskollegin, ob sie sich zutraut auch Projektfinanzierung und Projektmarketing mit zu betreuen und da diese das freudig bejahte, informierte ich meinen alten Schulfreund und brachte die beiden so zusammen. Da stimmte die Chemie auf Anhieb und inzwischen ist sie schon über ein Jahr in der Immobilienfirma tätig und hoch zufrieden.

Die Unwägbarkeiten des Lebens

Manchmal macht man sich ja über bestimmte Dinge erst Gedanken, wenn man mit der Nase darauf gestoßen wird. Da bin ich leider keine Ausnahme, vor allem was unangenehme oder schmerzhafte Situationen betrifft. Solange es mir und meinen Lieben gut geht, verdränge ich, dass es ja auch mal anders kommen könnte. Vor ein paar Wochen hat es mich dann erwischt, genauer gesagt meinen Vater. Er hatte einen Schlaganfall erlitten und brauchte nun zumindest vorübergehend Betreuung im Alltag. Da ich das alleine nicht abdecken konnte, musste ich nun zusehen, wo ich qualifiziertes Pflegepersonal herbekomme.

Das Internet erwies sich in diesem Fall ganz nützlich, obwohl ich damit sonst nicht so viel am Hut habe. Nach kurzer Recherche fand ich auf a4c-agentur.de, was ich suchte. Ich war überrascht, wie differenziert ich mir hier die nötige Hilfe für meinen Vater aussuchen konnte. Hauptsächlich brauchte er ja Unterstützung im hauswirtschaftlichen Bereich. Er meinte, es wäre wohl ausreichend, wenn zweimal in der Woche privates Pflegepersonal käme, um mich zu entlasten. Wir waren dann beide sehr froh, dass das alles so gut funktionierte.

Aber das war dann auch der Anlass sich tiefergehender damit zu beschäftigen, was passieren soll, wenn sich sein Gesundheitszustand mal gravierend verschlechtern sollte. Wir waren uns schnell einig, dass ein Heim keineswegs in Frage kommt, sondern dann private Pflegekräfte ihn zu Hause versorgen sollen. Auch über mich habe ich dabei nachgedacht, man kann schließlich schneller mal in eine missliche Lage geraten, als man sich vorstellen mag. Ein Unfall oder eine schwerwiegendere Erkrankung und schon ist man auf fremde Hilfe angewiesen. Sich mit diesen Eventualitäten zu befassen, ermöglicht im Ernstfall schnellere und effizientere Hilfe.

Kirschkerne – ein Hausmittel nicht nur für alte Leute

Einer der Freundinnen meiner Oma ist kürzlich in ein Pflegeheim gekommen. Bevor es losging, hat sie meiner Oma ein Buch gegeben. Das sah auf den ersten Blick aus wie ein Tagebuch. Als wir genauer hineingeschaut haben, stellten wir fest, dass sie dort Hinweise auf alle möglichen Hausmittel gesammelt hat. Besonders interessant fand ich, was sie dort über die Verwendungsmöglichkeiten der Kirschkerne geschrieben hatte.

Inge, so heißt die alte Dame, hat sich Kirschkerne in Kissen und Beutelchen zugelegt, weil sie ziemlich stark von Rheuma geplagt wurde. Dann ist sie mit Ohrenschmerzen auf der Couch eingeschlafen und hat mit dem Kopf auf einen der Kissen für Kirschkerne gelegen, das sie zuvor in der Backröhre erwärmt hatte. Dabei ist ihr aufgefallen, dass hinterher ihre Ohrenschmerzen auch deutlich weniger waren. Sie hat das dann gezielt gemacht und immer wieder den gleichen lindernden Effekt festgestellt.

Durch ihre Unterarmstütze war immer die Schulter auf einer Seite total verspannt. Deshalb hat sie sich die Kirschkerne dorthin auch mal gelegt. Und siehe da: die Schmerzen wurden auch dort geringer. Das erschien mir von Anfang an logisch. Wenn man mit Rückenverspannungen zum Arzt geht, gibt es die Massagen oder den Sport auch immer in Kombination mit wärmenden Moorpackungen. Und die Erwärmung geht durch die Kirschkerne auch ganz gut. Als wir das alles gelesen hatten, haben wir nicht lange überlegt und uns Kirschkerne im Kissen bestellt. Jetzt hat Oma weniger Schmerzen von ihrer Arthrose. Und ich nehme die Kissen gern, wenn ich vom Heimweg von der Arbeit im Winter durchfroren bin.